10.08.2023 | Immatics Biotechnologies GmbH | News

Immatics beginnt klinische Phase-1/2-Studie zur Untersuchung des bispezifischen TCR-Kandidaten IMA402 gegen die Zielstruktur PRAME bei Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren

Tübingen, Deutschland und Houston, Texas, 10. August 2023Immatics N.V. (NASDAQ: IMTX, „Immatics“), ein Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und Herstellung von T-Zell-Immuntherapien für die Behandlung von Krebs fokussiert, gab heute den Beginn einer klinischen Phase-1/2-Studie zur Untersuchung des firmeneigenen bispezifischen TCR-Kandidaten (T cell engaging receptor, TCER®) IMA402 bekannt. IMA402 ist der zweite Produktkandidat aus Immatics‘ TCER® Pipeline bispezifischer Moleküle der nächsten Generation mit verlängerter Halbwertszeit, der in die klinische Entwicklung eintritt. Der Kandidat ist gegen ein Peptid gerichtet, das dem PRAME-Antigen entstammt und von HLA-A*02:01 präsentiert wird. Bei PRAME handelt es sich um eine klinisch etablierte Zielstruktur, die in einer Vielzahl solider Tumore exprimiert wird.

Die klinische Phase-1/2-Studie (NCT05958121) untersucht den IMA402 TCER®-Kandidaten in HLA-A*02:01-positiven Patienten mit wiederkehrenden und/oder schwer behandelbaren soliden Tumoren, die die PRAME-Zielstruktur exprimieren. Der Dosiseskalationsteil ist als Basket-Studie in Fokusindikationen für eine beschleunigte Signalfindung konzipiert. Die initialen Indikationen umfassen unter anderem kutanes und uveales Melanom, Eierstockkrebs, Lungenkrebs, Gebärmutterkrebs und das Synovialsarkom.

„Wir freuen uns sehr, unsere klinische Pipeline um IMA402 zu erweitern. Damit haben wir einen bedeutenden Meilenstein in unserer Strategie, das volle Potenzial von PRAME auszuschöpfen, erreicht. PRAME zählt zu den vielversprechendsten Krebszielstrukturen in soliden Tumoren und wir glauben, dass IMA402 aufgrund des Formats mit verlängerter Halbwertszeit das Potenzial hat, durch Steigerung der Wirksamkeit, Minimierung der Toxizitäten und durch ein vorteilhaftes Dosierungsschema eine attraktive Behandlungsoption für Krebspatienten zu sein“, sagte Cedrik Britten, Chief Medical Officer bei Immatics. „Wir arbeiten intensiv daran, IMA402 so schnell wie möglich einer breiten Patientenpopulation zugänglich zu machen und freuen uns darauf, 2024 erste klinische Daten zu veröffentlichen.“

Die primären Endpunkte der Phase-1/2-Studie mit IMA402 sind die Bestimmung der maximal verträglichen Dosis (maximum tolerated dose, MTD) und/oder der empfohlenen Dosen für Expansionskohorten sowie die Charakterisierung der Sicherheit und Verträglichkeit von IMA402. Sekundäre Endpunkte sind die Bewertung der Anti-Tumor-Aktivität und die Untersuchung der Pharmakokinetik von IMA402. Auf die Phase-1a-Dosiseskalation folgt eine Phase-1b-Dosis-Expansion sowie eine Phase-2-Studie mit indikationsspezifischen Kohorten und/oder Kombinationstherapien. Immatics hat ein adaptives Konzept für die Dosiseskalation eingeführt, um die klinische Entwicklung von IMA402 zu beschleunigen. Die im Verlauf der Studie ausgewerteten pharmakokinetischen Daten bieten die Möglichkeit für eine frühzeitige Anpassung des Behandlungsintervalls aufgrund des TCER®-Formats mit verlängerter Halbwertszeit. Die Studie wird zunächst an etwa 15 Standorten in Europa durchgeführt und im Zuge der Dosisexpansionsphase auf die USA ausgeweitet. Es werden voraussichtlich ca. 45 Patienten in die Phase-1a aufgenommen.

Der Start der Studie basiert auf umfangreichen präklinischen Daten zu IMA402, die 2022 auf der Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie (ESMO) präsentiert wurden. 

TCER® IMA402 ist das zweite klinische Programm von Immatics, das auf PRAME abzielt. Das erste Programm ist ACTengine® IMA203, eine TCR-T-Zelltherapie, die sich derzeit in der Phase 1b der Dosiserweiterung befindet. Beide Ansätze, ACTengine® und TCER®, sind unterschiedliche therapeutische Modalitäten, die nach dem Ermessen des Unternehmens das Potenzial haben, innovative Behandlungsoptionen für eine Vielzahl von Krebspatientengruppen mit unterschiedlichen medizinischen Anforderungen zu bieten.

 

Über IMA402
TCER® IMA402 unterliegt als firmeneigener Arzneimittelkandidat der vollen Kontrolle von Immatics. IMA402 ist der zweite TCER®-Kandidat aus Immatics‘ Pipeline bispezifischer Moleküle. IMA402 ist gegen ein HLA-A*02:01-präsentiertes Peptid gerichtet, das dem PRAME-Protein (Preferentially Expressed Antigen in Melanoma) entstammt und in einer Vielzahl verschiedener solider Tumore vorkommt. Diese Bandbreite unterstreicht das Potenzial des Programms, eine breite Patientenpopulation erreichen zu können. Immatics‘ PRAME-Peptid weist eine hohe Peptiddichte pro Tumorzelle auf und wird im Tumorgewebe homogen und spezifisch exprimiert. Das Peptid wurde durch Immatics‘ Massenspektrometrie-basierte Target-Discovery-Plattform XPRESIDENT® identifiziert und charakterisiert. IMA402 ist Teil von Immatics‘ Strategie, das volle klinische Potenzial von PRAME, einer der vielversprechendsten Zielstrukturen für TCR-basierte Therapien, auszuschöpfen.

Über TCER®
Immatics’ TCER®-Moleküle sind Antikörper-ähnliche, „off-the-shelf“-Biologika der nächsten Generation mit verlängerter Halbwertszeit, die sich das körpereigene Immunsystem zunutze machen, indem sie T-Zellen aktivieren und gegen Krebszellen mit einer spezifischen Zielstruktur ausrichten. Das Design der TCER®-Moleküle ermöglicht die Aktivierung der körpereigenen T-Zellen zur Bekämpfung des Tumors, unabhängig von der eigentlichen Spezifität der jeweiligen T-Zelle. Immatics firmeneigene Biologika sind mit zwei Bindungsregionen ausgestattet: einer TCR-Domäne und einer T-Zell-Rekrutierungsdomäne. Dieses Design wurde entwickelt, um die Wirksamkeit für den Patienten zu maximieren und gleichzeitig mögliche Nebenwirkungen zu reduzieren. Die hochaffine TCR-Domäne ist so konzipiert, dass sie spezifisch an das Zielmolekül bindet, welches von einem HLA-Molekül auf der Zelloberfläche präsentiert wird. Die auf einem Antikörper basierende T-Zell-Rekrutierungsdomäne mit niedriger Affinität ist gegen den TCR/CD3-Komplex gerichtet und rekrutiert die T-Zellen des Patienten zum Tumor, wo sie die Krebszellen angreifen. Die Verwendung dieses niedrig-affinen Rekrutierers soll eine optimale Verteilung und Anreicherung des TCER® Moleküls im Tumor anstatt der Peripherie erreichen, mit dem Ziel, immunbedingte Nebenwirkungen wie das Zytokinfreisetzungssyndrom zu verringern. Darüber hinaus besitzt der TCER® eine Fc-Domäne, welche Halbwertszeit, Stabilität und Produktion verbessert. TCER® sind gebrauchsfertige „off-the-shelf“-Biologika und damit sofort für die Behandlung von Patienten verfügbar. Sie können über die übliche pharmazeutische Lieferkette vertrieben werden und bieten damit die Möglichkeit, eine große Anzahl von Patienten zu erreichen, ohne dass spezialisierte medizinische Zentren erforderlich sind.

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Quelle:
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