Gemeinsam Lösungen entwickeln: Erster SustainMed-Workshop an der BG Klinik Tübingen

Wie kann Nachhaltigkeit im Klinikalltag konkret umgesetzt werden? Welche Herausforderungen erleben Mitarbeitende in ihren unterschiedlichen Arbeitsbereichen und welche Lösungen können gemeinsam entwickelt werden?

Diesen Fragen widmete sich der erste Workshop des Projekts SustainMed 2.0, welches vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert wird. Der Workshop fand am 23. September 2026 an der BG Klinik Tübingen statt. Ziel war es, unterschiedliche Perspektiven aus dem Klinikalltag zusammenzubringen, bestehende Lösungsansätze gemeinsam weiterzuentwickeln und konkrete Handlungsmöglichkeiten für mehr Nachhaltigkeit zu identifizieren.

Vier Perspektiven auf Nachhaltigkeit im Klinikalltag

Um möglichst unterschiedliche Erfahrungen und Anforderungen abzubilden, nahmen Vertreterinnen und Vertreter aus vier Bereichen der Klinik teil:

  • Therapie und Pflege
  • Funktionsdienste, unter anderem Notaufnahme, MRT und Einkauf
  • Verwaltung
  • Ärzte und Studierende

Vom Papierstapel bis zum Handschuh

Schon beim Einstieg wurde deutlich, wie viele Materialien im Klinikalltag täglich verbraucht und entsorgt werden. Auf die Frage, was regelmäßig weggeworfen oder verschwendet wird, fiel in fast allen Gruppen ein Begriff besonders häufig: Papier.

Doch auch Handschuhe, Verpackungen, Einmalmaterialien, Desinfektionstücher, Infusionen und Papierhandtücher wurden genannt. Die Diskussion machte deutlich, dass es nicht nur um die Menge des Abfalls geht, sondern auch darum, wie Materialien eingesetzt, getrennt und letztlich entsorgt werden.

Besonders die Mülltrennung und der hohe Anteil an Plastikabfällen wurden als Herausforderungen wahrgenommen.

Nicht nur über Probleme sprechen

Eine Botschaft zog sich durch den gesamten Workshop: Es sollte nicht nur darum gehen, was noch nicht funktioniert. Die Teilnehmenden wünschen sich mehr sichtbare Erfolgsbeispiele aus der Klinik. Was läuft bereits gut? Wo wurden Veränderungen erfolgreich umgesetzt? Und was können andere Bereiche daraus lernen?

Es wurde auch mehr Austausch gewünscht, insbesondere über Abteilungsgrenzen hinweg. Denn unterschiedliche Perspektiven können helfen, Lösungen zu entwickeln, die nicht nur auf dem Papier funktionieren, sondern auch im Alltag.

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Anja Reutter, Projektleiterin, BioRegio STERN Management GmbH

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Copyright: SustainMed 2.0
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Nele Wilke, BG Klinik Tübingen 

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Copyright: SustainMed 2.0

Der Workshop geht weiter

Der erste SustainMed-Workshop hat vor allem eines gezeigt: Das Interesse an nachhaltigen Veränderungen ist da. Gleichzeitig gibt es viele praktische Herausforderungen, die berücksichtigt werden müssen. Die Rückmeldungen aus Tübingen fließen nun in die weitere Entwicklung der SustainMed Use-Cases ein. Dabei bleibt der gemeinsame Austausch ein wichtiger Bestandteil. Denn nachhaltige Veränderung beginnt oft mit einer einfachen Frage: Was können wir in unserem eigenen Arbeitsalltag anders machen und was brauchen wir dafür?

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Quelle:
BioRegio STERN Management GmbH