18.08.2020 | immatics biotechnologies GmbH | News

Immatics weitet klinisches Studienprogramm für adoptive Zelltherapien auf Europa aus

  • Der erste Patient in Deutschland wurde im Rahmen der Immatics‘ ACTengine® IMA202-101 Studie behandelt
  • Die deutsche Zulassungsbehörde, das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), hat den Antrag (CTA, Clinical Trial Application) für eine weitere klinische ACTengine®-Studie in Deutschland genehmigt. Die Studie wird Immatics‘ Produktkandidaten IMA203 untersuchen
  • Drei klinische Studienzentren haben in Deutschland mit der Patienten-Rekrutierung für Immatics‘ ACTengine®-IMA200-Studienprogramme begonnen

Tübingen, Deutschland und Houston, Texas, 18. August 2020 – Immatics N.V. (NASDAQ: IMTX, „Immatics“), ein Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und Herstellung von T-Zell-Immuntherapien für die Behandlung von Krebs fokussiert, gab heute die Behandlung des ersten Patienten im Rahmen der IMA202-101 Studie in Europa bekannt. Zuvor hatte das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), die Zulassungsbehörde für Zell- und Gentherapien in Deutschland, seine Genehmigung für die Clinical Trial Application (CTA) zur Durchführung der IMA202-101 Studie erteilt. Das PEI hat außerdem eine weitere klinische Phase-1-Studie von Immatics in Deutschland genehmigt, die die Sicherheit, Verträglichkeit und initiale Wirksamkeit von IMA203 evaluieren soll.

In den klinischen IMA200-Studienprogrammen werden bis zu drei neuartige Krebs-Immuntherapien evaluiert, einschließlich IMA202 (NCT03441100) und IMA203 (NCT03686124). IMA202 und IMA203 wurden entwickelt, um spezifische Peptide zu adressieren, die entweder dem „MAGEA1“ (melanoma-associated antigen 1)-Antigen oder dem „PRAME“ (preferentially expressed antigen in melanoma)-Antigen entstammen. Beide Produktkandidaten basieren auf Immatics‘ firmeneigenem ACTengine®-Ansatz. Hierbei werden die T-Zellen des Patienten gentechnisch modifiziert, sodass sie einen zusätzlichen, exogenen T-Zell-Rezeptor (TCR) exprimieren, der sich gegen hochspezifische Krebs-Zielstrukturen richtet. Ziel ist es, die patienteneigenen T-Zellen mittels dieser krebsspezifischen TCRs selektiv gegen den Tumor zu aktivieren, um ihn so zu bekämpfen. Die Studien werden die Sicherheit und Verträglichkeit von Immatics‘ adoptiven Zelltherapien (ACTs) in Patienten untersuchen, die solide Tumore mit den entsprechenden Krebs-Zielstrukturen aufweisen, sowie initiale Anzeichen einer Anti-Tumor-Aktivität evaluieren. Weiterhin werden die Studien auch die Persistenz der verabreichten, modifizierten T-Zellen im Blut des Patienten überprüfen, da dies ein wichtiges Kriterium für eine mögliche Anti-Tumor-Antwort ist. Ziel hierbei ist es, innovative personalisierte Immuntherapien zu entwickeln, die den Tumor eines Patienten selektiv und effektiv bekämpfen.

Zu den neuen klinischen Studienzentren in Deutschland gehören das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden, das Universitätsklinikum Bonn und das Universitätsklinikum Würzburg. Zuvor wurden bereits Patienten am The University of Texas MD Anderson Cancer Center in Houston, Texas, und vor Kurzem auch am Columbia University Irving Medical Center in New York sowie dem UPMC Hillman Cancer Center in Pittsburg, Pennsylvania, in die IMA200-Studienserie aufgenommen.

Cedrik Britten, MD, Chief Medical Officer von Immatics, kommentierte: „Im Rahmen unserer Strategie, unser Netzwerk an Studienzentren international zu erweitern, eröffnen wir aktuell neue Studienstandorte in den USA und Europa. Wir freuen uns sehr über die rasche Zulassungsgenehmigung des PEI und die Behandlung des ersten Patienten in Deutschland. Hierdurch können wir unsere klinischen Entwicklungsaktivitäten global ausweiten und erhalten eine größere operative Flexibilität, welche im Licht der globalen COVID-19 Pandemie noch wichtiger geworden ist. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit führenden Klinikern, um das Potenzial von T-Zelltherapien für Krebspatienten auf beiden Seiten des Atlantiks verfügbar zu machen.“

Dr. Martin Wermke, leitender Prüfarzt und Leiter der Early Clinical Trial Unit des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT/ UCC) am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden sagte: „Da ich von Anfang an in dieses klinische Forschungsprojekt involviert war, freue ich mich sehr, bei der nächsten Entwicklungsphase dieser spannenden Immuntherapien dabei zu sein. Ich bin überzeugt, dass Immatics‘ innovative T-Zelltherapien das Potential haben, die Zukunft der Therapiemöglichkeiten für solide Tumore und Blutkrebserkrankungen zu verändern.“

Weitere Informationen zu den klinische Studien finden Sie auf www.immatics.com/clinical-programs/ und www.clinicaltrials.gov

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Quelle:
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