16.08.2018 | immatics biotechnologies GmbH | News

Immatics startet zweite Phase -I-Studie seiner einzigartigen ACTengine® - Technologie bei Patienten mit fortgeschrittenen soliden Krebserkrankungen

Immatics, ein in der Krebsimmuntherapie führendes Unternehmen, gab heute den Beginn der Aufnahme von Patienten in eine klinische Phase-I-Studie von IMA202, dem zweiten T-Zell-Rezeptor-transduzierten adoptiven Immuntherapieprogramm des Unternehmens, bekannt. Bei der Prüftherapie IMA202 kommt der von Immatics entwickelte ACTengine®-Ansatz zum Einsatz, bei dem patienteneigene T-Zellen genetisch so modifiziert werden, dass sie einen exogenen T-Zell-Rezeptor (TCR) exprimieren. Ziel ist es, die T-Zellen dahingehend zu stimulieren und zu aktivieren, dass sie solide Tumoren bekämpfen. Patienten für die klinische Single-Center-Studie werden ab sofort vom University of Texas MD Anderson Cancer Center in Houston, Texas aufgenommen.

Die Studie (IMA202-101) wird mit ca.12 Patienten durchgeführt werden, die rezidivierende und/oder refraktäre solide Tumoren haben, einschließlich, aber nicht beschränkt auf, fortgeschrittene nicht-kleinzellige Lungenkarzinome und hepatozelluläre Karzinome, für die es bislang keine zugelassene Therapie gibt.

Beim ACTengine®-Ansatz von Immatics werden patienteneigene T-Lymphozyten (Zellgruppe, die zu den weißen Blutkörperchen gehört) derart verändert, dass sie einen neuartigen exogenen T-Zell-Rezeptor (TCR) exprimieren, der auf eine spezielle Zielstruktur auf den Krebszellen abzielt, die zuvor von der von Immatics entwickelten XPRESIDENT®-Technologieplattform identifiziert wurde. ACTengine® kombiniert mehrere innovative Besonderheiten:

TCR, die eine spezielle von XPRESIDENT® identifizierte Zielstruktur erkennen, werden über das firmeneigene Hochdurchsatzsystem zur Identifizierung von TCR aus dem Repertoire an natürlichen, menschlichen T-Zellen selektiert. Der in dieser Studie zum Einsatz kommende TCR-Kandidat wurde über die Bestimmung der On- und Off-Target-Toxizität mithilfe von XPRESIDENT® aufgrund seiner höchsten Spezifität aus über hundert TCR ausgewählt. Der neuartige TCR erkennt die am besten für eine adoptive Zelltherapie (ACT) geeignete Zielstruktur. Die TCR-transduzierten T-Zellen werden außerhalb des Körpers aktiviert und vermehrt und anschließend dem Patienten zurückgegeben. Patienten, bei denen durch Erstellung eines Biomarker-Profils nachgewiesen wurde, dass die Zielstruktur auf den Tumorzellen vorhanden ist, können zur ACTengine®-Zelltherapie zugelassen werden.

Primäres Ziel der Studie ist die Beurteilung der Sicherheit und Verträglichkeit des ACTengine®-Ansatzes und dabei insbesondere von IMA202 bei Patienten mit soliden Krebserkrankungen, bei denen die Zielstruktur vorliegt. Sekundäre Zielsetzungen sind die Beurteilung der Durchführbarkeit, die In-vivo-Persistenz der T-Zellen und die Bewertung der Anti-Tumor-Aktivität und der Biomarker. Die Phase-I-Studie der IMA202-Zelltherapie wird durchgeführt von dem Department of Thoracic Oncology, dem Department of Gastrointestinal Medical Oncology und dem Department of Investigational Cancer Therapeutics am MD Anderson Cancer Center in Houston, Texas.

Stephen L. Eck, M.D., Ph.D., Chief Medical Officer bei Immatics US: „Die Zulassung der zweiten klinischen Studie unserer auf ACTengine® basierenden Zelltherapie ist ein bedeutender Meilenstein für Immatics. Diese Studie zeigt die im Bereich der Krebsimmuntherapie jeweils branchenführenden Möglichkeiten unserer XPRESIDENT®-Zielerkennungsplattform und unserer Pipeline an TCR-Kandidaten auf. Wir freuen uns sehr, dass wir diese Möglichkeiten in einer von den Spitzenforschern am MD Anderson Cancer Center durchgeführten Studie zusammenbringen können, um so innovative neue Therapien für Krebspatienten zu entwickeln.“

Weitere Informationen zu dieser Studie finden Sie unter www.clinicaltrials.gov

Pressekontakt:
Dr. Nikola Wiegeler
Tel.: +49 7071 5397 110
media@immatics.com

Quelle:
http://immatics.com/files/media/press%20releases/18_IMM%2004_Immatics%20startet%20zweite%20Phase-I-Studie%20seiner%20einzigartigen%20ACTengine%C2%AE-Technologie%20bei%20Patienten%20mit%20fortgeschrittenen%20soliden%20Krebserkrankungen.pdf