31.07.2018 | News

Curetis -Tochter Ares Genetics startet ARES & CO Programm für Partnerschaften mit Pharmaunternehmen

Programm zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen mit Hilfe künstlicher Intelligenz in der Wirkstoffentwicklung

Curetis N.V. (das "Unternehmen" und, zusammen mit seinen Tochtergesellschaften, "Curetis"), ein Entwickler von neuartigen molekulardiagnostischen Lösungen, gab heute den Start des Programms ARES & CO (Antibiotic RESistance Solutions by COoperative R&D) seines Wiener Tochterunternehmens Ares Genetics GmbH bekannt. Das Programm wurde speziell für Partnerschaften mit Pharmaunternehmen und Auftragsforschungsinstituten ins Leben gerufen und soll zu einer industrieübergreifenden Allianz für den verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika führen. Unterstützt und in großen Teilen finanziert wird das Programm von der Wirtschaftsagentur Wien.

Ziel des Programms ist es, Antibiotikaresistenzen zu bekämpfen und den verantwortungsvollen Einsatz von Antibiotika zu erleichtern. Dazu sollen innovative datengetriebene Lösungen zum Einsatz kommen, welche die Entwicklung neuer Wirkstoffe, sowie die Optimierung des Lebenszyklus heute verfügbarer Antibiotika ermöglichen.

Ares Genetics bringt seine ARES Technologie-Plattform für die projektspezifische Nutzung in das Programm ein. Die Plattform wird derzeit um Applikationen erweitert, die Ares Genetics im Rahmen des Projekts The Digital Microbe entwickelt, das von der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft unterstützt wird. Diese Applikationen verbinden neuartige in silico Bioinformatik algorithmen mit künstlicher Intelligenz, um so eine akkurate Modellierung, Diagnose und Vorhersage der Antibiotikaresistenz entwicklungzu ermöglichen. Komplemetiert werden diese in silico Ansätze durch innovative, patentgeschützte Hochdurchsatz-Laborverfahren, die eine umfassende, funktionelle Analyse der Resistenzmechanismen in vitro erlauben.

ARES & CO zielt darauf ab, die Anwendung von Reserveantibiotika zu optimieren, um den nachhaltigen und verantwortungsvollen Einsatz von Antibiotika zu fördern. Das Programm hat es sich außerdem zum Ziel gesetzt, neue Einsatzmöglichkeiten für heute verfügbare Antibiotika zu finden und neue Wirkstoffkombinationen zu identifizieren. Damit könnten die Anwendungsfelder derzeitiger Antibiotika erweitert werden und neue Therapieoptionen für Infektionen möglich werden, die Resistenzen gegen eines oder mehrere Antibiotika aufweisen. Darüber hinaus zielt das Programm darauf ab, die Evolution von Antibiotikaresistenzen gegen neue Wirkstoffkandidaten vorherzusagen und dadurch die Entwicklung von Antibiotika mit verbesserter Lebensdauer zu unterstützen.

Im Rahmen von ARES & CO diskutiert Ares Genetics derzeit konkrete Kooperationsvorschläge mit verschiedenen Pharma-und Biotechnologieunternehmen, um mögliche Partnerschaften zu eruieren.

Ares Genetics wird seine neuen in silico Lösungen, die im Rahmen des Projekts The Digital Microbe entwickelt werden, in einer Präsentation mit dem Titel “Next-Generation Sequencing based Antimicrobial Resistance Diagnostics” auf dem ASM Congress on Rapid Applied Microbial Next-Generation Sequencing and Bioinformatic Pipelines vom 23. bis zum 26. September 2018 in Washington, DC, USA, vorstellen. Ares Genetics wird diese Konferenz sowie den ebenfalls in Washington, DC, USA stattfindenden World Antimicrobial Resistance Congress vom 25. bis zum 26. Oktober nutzen, um die ARES & CO Allianz bei passenden Partnern in der Pharma-und Biotechnologiebranche bekannt zu machen und laufende Partnerschaftsgespräche voranzutreiben.

“Wir möchten der Wirtschaftsagentur Wien für die großzügige Unterstützung danken, die uns einen schnelleren Ausbau des ARES & CO Netzwerks ermöglichen wird. Innerhalb dieses Programms prüfen wir derzeit bereits mehrere potenzielle Partnerschaften mit Unternehmen, die in der Antibiotikaentwicklung aktiv sind. Die Projekte, die wir mit diesen Unternehmen diskutieren, haben alle das Ziel, Wege für die bestmögliche Nutzung von bereits heute verfügbaren Antibiotika zu finden und die Problematik der Antibiotikaresistenzen bei der Entwicklung neuer Wirkstoffe vorausschauend zu berücksichtigen," erklärte Dr. Andreas Posch, Geschäftsführer von Ares Genetics.

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