18.12.2018 | Curetis GmbH | News

Curetis -Tochter Ares Genetics schließt Allianz zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen mit führendem Pharma-Unternehmen

Curetis N.V. (das "Unternehmen" und, zusammen mit seinen Tochtergesellschaften, "Curetis"), gab heute bekannt, dass seine hundertprozentige Tochtergesellschaft Ares Genetics GmbH eine Vereinbarung mit Sandoz abgeschlossen hat. Im Rahmen dieser Vereinbarung sollen ARES db, die Datenbank von Ares Genetics über die Genetik von Antibiotikaresistenzen, und die ARES Technologieplattform für das Antiinfektiva-Portfolio von Sandoz genutzt werden.

Die Partner beabsichtigen, gemeinsam eine digitale Antiinfektiva-Plattform zu entwickeln, die etablierte mikrobiologische Labormethoden mit modernsten Methoden der Bioinformatik und der künstlichen Intelligenz kombiniert, um die Entwicklung und das Life Cycle Management von Medikamenten zu unterstützen. Kurz- und mittelfristig zielt die Kooperation darauf ab, eine schnelle und kosteneffiziente Neupositionierung existierender Antibiotika zu ermöglichen und Medikamente mit Zusatznutzen zu entwickeln – mit dem Ziel, Indikationsgebiete zu erweitern und Antibiotikaresistenzen zu überwinden, vor allem bei Infektionen mit Bakterien, die bereits Resistenzen gegen mehrere Therapeutika entwickelt haben. Langfristig soll die Plattform die Entwicklung neuer Antiinfektiva unterstützen, die seltener zu einer Resistenzentwicklung führen, und damit die Antibiotikatherapie als effektive Behandlungsoption erhalten.

Die Vereinbarung schließt die ersten Phasen der Zusammenarbeit ein, in denen Sandoz bestimmte F&E-Zahlungen an Ares Genetics leistet. Weitere finanzielle Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt.

“Gemeinsam mit Sandoz arbeiten wir an der Neupositionierung und dem Life Cycle Management von Medikamenten, indem wir Big Data und künstliche Intelligenz mit experimentellen Daten und Daten aus unserer umfassenden, kuratierten Referenzdatenbank von Antibiotikaresistenzen kombinieren“, sagte Dr. Andreas Posch, einer der Geschäftsführer von Ares Genetics. “Wir glauben, dass unser Ansatz substanziell und kosteneffizient dazu beitragen kann, sowohl Antibiotikaresistenzen gegen existierende Medikamente zu überwinden als auch neue Medikamente zu entwickeln, die weniger leicht zu Resistenzen führen.“

„Die Zusammenarbeit zwischen Sandoz und Ares Genetics ist ein großartiges Beispiel dafür, wie die Curetis-Gruppe ihre Angebote für Pharmapartner im Antiinfektiva-Sektor breiter aufstellt“, erklärte Dr. Achim Plum, Chief Business Officer von Curetis und ebenfalls Geschäftsführer von Ares Genetics. “Unsere Angebote reichen von datengetriebenen Ansätzen für die Entwicklung und das Life Cycle Management antimikrobieller Medikamente seitens Ares Genetics bis zu maßgeschneiderten Schnelldiagnostik-Panels für eine bessere Patientenrekrutierung bei klinischen Studien und die Entwicklung von Begleitdiagnostika, basierend auf dem Unyvero-System von Curetis.”

Die Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen - insbesondere bei Krankheitserregern, die gegen mehrere Medikamente resistent sind - ist eine der größten Herausforderungen für die globalen Gesundheitssysteme. Schätzungen zufolge sind Antibiotikaresistenzen derzeit für etwa 700.000 Todesfälle weltweit verantwortlich und Berechnungen zeigen, dass sie im Jahr 2050 mehr Todesopfer fordern werden als Krebs, wenn keine energischen Maßnahmen ergriffen werden. Der sorglose Umgang mit Antibiotika im Gesundheitswesen und in der Landwirtschaft wird als die Hauptursache für die rasche Entstehung von Resistenzen selbst gegen neue Medikamente gesehen. Maßnahmen zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen umfassen einen gezielteren und informierten Einsatz verfügbarer Antibiotika durch Schnelldiagnostik, die Umwidmung von Medikamenten und neue Medikamentenkombinationen sowie die Entwicklung von Antibiotika, die seltener Resistenzen hervorrufen. Um Antibiotikaresistenzen zu begegnen, hat Ares Genetics kürzlich zwei Programme ins Leben gerufen: das ARES&CO Pharma Partnering Programm, das von der Wirtschaftsagentur Wien gefördert wird, und das Forschungs-und Entwicklungsprogramm The Digital Microbe, das von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG unterstützt wird.

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Quelle:
http://www.curetis.com/uploads/tx_news/20181218_Curetis_Ares_Sandoz_PR_DE_final_approved.pdf