NAMWISE General Assembly 2026: Ein Jahr Fortschritt, Austausch und gemeinsame Perspektiven
Am 3. und 4. Februar 2026 kam das europäische Konsortium des Projekts NAMWISE zur General Assembly 2026 in der historischen Abbaye de Royaumont in Asnières-sur-Oise (Frankreich) zusammen. Veranstaltet wurde das Treffen von INERIS unter der Projektkoordination von Dr. Laure Geoffroy.
The NAMWISE project members
/ Copyright: Aurelia Boige/ALTERTOXRund 40 Teilnehmende vor Ort sowie etwa 20 Online-Teilnehmende nutzten die zwei Tage für eine intensive Bestandsaufnahme, strategische Diskussionen und die Weiterentwicklung gemeinsamer Ziele.
Rückblick auf Tag 1: Ergebnisse teilen, Zusammenarbeit stärken
Der erste Veranstaltungstag stand ganz im Zeichen des Rückblicks auf ein Jahr NAMWISE. In kompakten Präsentationen stellten alle Arbeitsgruppen ihre erzielten Ergebnisse und Meilensteine vor. Die Vielfalt der Beiträge zeigte eindrucksvoll, wie breit das Projekt aufgestellt ist – von Fallstudien über Mapping-Aktivitäten bis hin zu Trainings- und Disseminationsansätzen.
Am Nachmittag arbeiteten vier thematische Breakout-Gruppen an zentralen Fragestellungen, darunter:
- Vorbereitung des NAMWISE White Papers
- Strategien für Training und Capacity Building
- Projekt-Nachhaltigkeit und Beitrag zur EU-Roadmap
- Dissemination und zukünftige Veröffentlichung von Fallstudien
Tag 2: Kooperationen und strategische Ausrichtung
Der zweite Tag begann mit einer Keynote von Daniela Salvatori vom OMBION Centre for Animal-free Biomedical Translation, die mögliche Kooperationen im Bereich tierfreier biomedizinischer Forschung aufzeigte. Der intensive Austausch über die beiden Tage hinweg trug dazu bei, Prioritäten abzustimmen und nächste Schritte klar zu definieren.
Veranstaltungsort des Namwise Treffens in der historischen Abbaye de Royaumont in Asnières-sur-Oise (Frankreich)
/ Copyright: Lennart Biermann/ BioRegio STERN Management GmbHZentrale Erkenntnisse und Trends
Aus den Diskussionen kristallisierten sich mehrere gemeinsame Erkenntnisse heraus:
- Gezieltes Training und ein vereinfachter Zugang zu NAMs sind entscheidend für die Anwendung in regulatorischen Kontexten.
- Kooperationen – etwa mit Initiativen wie OMBION – erhöhen Reichweite und Wirkung.
- Die frühzeitige Einbindung von Regulatoren ist essenziell, um Akzeptanz und Umsetzung zu fördern.
Die General Assembly war geprägt von einem engagierten, konstruktiven Austausch, positiver Resonanz und einer klaren gemeinsamen Vision im Konsortium. Der starke Teamgeist unterstrich den Anspruch von NAMWISE, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass New Approach Methodologies (NAMs) als Alternative zu Tierversuchen künftig zum Standard werden.
Olivia Magosch und Lennart Biermann vertraten die BioRegio STERN Management GmbH beim Namwise Treffen in Frankreich.
/ Copyright: Aurelia Boige/ALTERTOXÜber NAMWISE
NAMWISE vereint 18 Partner aus 8 Ländern, um NAMs in regulatorischen Umgebungen voranzubringen. Durch Fallstudien, Kartierung, Schulungen und Aufklärung schafft das Projekt die notwendigen Grundlagen und Rahmenbedingungen für tierversuchsfreie Testmethoden – mit dem Ziel, Wissenschaft, Regulierung und Praxis nachhaltig zu verbinden.
BioRegio STERN Management GmbH