19.10.2011 | Pressemitteilung

»We want more!«

Abschluss EU-Projekt FASILIS mit vielen aussichtsreichen Unternehmens-Kooperationen

Das transnationale EU-Projekt FASILIS wurde erfolgreich abgeschlossen. Mithilfe eines Gutscheinsystems förderte die Europäische Union neue Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen und die Vergabe neuer Aufträge innerhalb der EU. Die beteiligten Partner aus der BioRegion STERN sowie weiteren Branchen-Clustern aus Belgien, Dänemark, Großbritannien und den Niederlanden sind hochzufrieden. Der Antrag für ein Folgeprojekt wurde gerade eingereicht. An FASILIS haben sich sechs europäische Regionen mit insgesamt 2.000 kleinen und mittelständischen Unternehmen beteiligt. 68 Unternehmen wurden erfolgreich zusammengeführt. Die BioRegion STERN ist mit Abstand größter Nutznießer der Gutschein-Aktion, an fast der Hälfte aller Kooperationen sind Unternehmen und Institute aus dieser Region beteiligt. Einen dieser Gutscheine hat die Anoxymer GmbH aus Esslingen am Neckar genutzt. Das Unternehmen produziert unter anderem Pflanzenextrakte mit nachgewiesenem Gesundheitsnutzen, die als funktionalisierte Zutatenstoffe beispielsweise für Lebensmittel- das so genannte Functional Food - angeboten werden. Für die Ausweitung des Geschäftsmodells auf den Bereich der Kosmetik benötigte das Unternehmen einen Partner, der in der Lage ist, für eine Creme mit den Pflanzenextrakten eine entsprechende Formulierung herzustellen. Entdeckt hat sie Anoxymer-Geschäftsführer Wolfgang Neldner in Dänemark: "Dank FASILIS haben wir die Dermaveris gefunden, die uns die Creme exakt nach unseren Vorstellungen verkaufsfertig formuliert hat." Die Hölle Hüttner AG hat durch FASILIS einen neuen Kunden gefunden. Der DNA Technology A/S aus Dänemark kann das Tübinger Unternehmen genau das Know-how bieten, das diese zur Entwicklung ihres technischen Webshops und eines Oligo Produktions-Systems benötigte: die Steuerung von Prozessen zur Herstellung von Oligonukleotiden. Das sind DNA-Stücke, die für spezielle molekularbiologische Verfahren eingesetzt werden und aus bis zu 100 Nukleotiden, den "Buchstaben", aus denen sich die DNA zusammensetzt, bestehen. Für Dr. Steffen Hüttner, Vorstand der Hölle & Hüttner AG, stehen die Vorteile des FASILIS-Projekts außer Frage: "Häufig stehen wir als Berater vor der Hürde, dass Kunden, die uns nicht kennen, ihre Probleme nicht konkret nennen. Die Vermittlung von BioRegio STERN und FASILIS war einsehr hilfreicher Türöffner." Projektleiter Dr. Manfred Kauer von der BioRegio STERN Management GmbH kennt manche Vorbehalte von Unternehmern gegen internationale Kooperationen und weiß, dass FASILIS gerade den kleinen und mittelständischen Unternehmen bislang ungeahnte Möglichkeiten zum Netzwerken bietet: "Die Gutscheine sind wie ein Appetithappen, der die Projektpartner einlädt, Kooperationen zu testen und auszuweiten." Dass die Projektpartner "hungrig" auf eine Fortsetzung sind, bestätigen auch Julie Marlier und Jean-Paul Dispas von BioLiège. Die beiden Projektmanager des belgischen Clusters sind sich einig: "Es war das erste Mal, dass belgische und deutsche Labore die Möglichkeit hatten, so eng zu kooperieren. FASILIS war so erfolgreich, dass wir uns alle schon auf das nächste Projekt freuen." Mithilfe der FASILIS-Gutscheine konnten Dienstleistungen bis zu einem Wert von 6.000 Euro eingekauft oder Forschungsaufträge vergeben werden. Der Einsatz eigener finanzieller Mittel war nicht Bedingung. In Deutschland vermittelte die BioRegio STERN Management GmbH FASILIS-Gutscheine an Unternehmen der Life-Sciences-Branche aus der Region Stuttgart, Tübingen, Esslingen, Reutlingen und Neckar-Alb. Sie trug damit -wie sechs weitere Cluster in Belgien, Dänemark, Großbritannien und den Niederlanden -zur Länder übergreifenden Vernetzung von Wirtschaft und Forschung bei. Für das zweite transnationale EU-Projekt, für das soeben die Anträge eingereicht wurden, fasst Julie Marlier die Erwartungen aller Beteiligten zusammen: "We want more!"