01.02.2010 | Pressemitteilung

Medizintechnik-Kompetenz gezielt stärken

Die Medical Valley Hechingen Akademie e. V. nimmt ihren Betrieb auf. Sie wurde von den Mitgliedern des Kompetenznetzwerks »Medical Valley Hechingen« am 1. Dezember 2009 gegründet. Ihr Anliegen und Ziel sind es, aktuelle Informationen der im Kompetenznetzwerk engagierten Medizintechnikunternehmen für Anwender, Forschungseinrichtungen und Firmen zugänglich zu machen. Bereits am 5. Februar findet das erste einer Reihe von Seminaren statt, in deren Rahmen Referenten aus den unterschiedlichsten Gebieten der Medizintechnik ihr Fachwissen weiter geben. Darüber hinaus bietet die Akademie in Kooperation mit der BioRegio STERN Management GmbH Existenzgründern unbürokratische Hilfe an.

An kaum einem anderen Standort in Deutschland findet man so viel innovative Kompetenz in der Medizintechnik wie im Raum Hechingen. Im »Medical Valley Hechingen«, der im Jahr 2002 durch Bürgermeister Jürgen Weber ins Leben gerufenen gemeinsamen Standortinitiative medizintechnischer Unternehmen aus der Region Hechingen, arbeiten über 2.500 von insgesamt 6.500 Beschäftigten in Hightech-Laboren oder an vergleichbar hoch qualifizierten Arbeitsplätzen. Hier agieren »Global Players« wie der Dialyseprodukte-Hersteller Gambro, der sich als eines der ersten Medizintechnik-Unternehmen schon 1973 in Hechingen niederließ, sowie mehr als 30 mittelständische Medizintechnikspezialisten.

Um die konzentrierte Kompetenz des Medical Valley weiter zu stärken, wurde, wiederum auf Anregung von Bürgermeister Weber, am 1. Dezember 2009 die Medical Valley Hechingen Akademie e.V. gegründet. »Im Rahmen des Kompetenznetzwerks Medical Valley Hechingen finden in den einzelnen Firmen, die im Netzwerk organisiert sind, Veranstaltungen wie Vorträge, Präsentationen und Gespräche statt«, erklärt der erste Vorsitzende der Medical Valley Hechingen Akademie Hans Marquart, der gleichzeitig Wirtschaftsbeauftragter der Stadt Hechingen ist. »Medical-Valley-Veranstaltungen sind Treffen der Geschäftsführer, und das soll auch so bleiben. Doch die Anfragen von weiteren Unternehmern, Zulieferern, Dienstleistern und aus den Hochschulen nahmen dermaßen zu, dass wir beschlossen, für diese Interessenten eine eigene Akademie zu gründen. Damit können Teilnehmerkreis und Teilnehmerzahlen ausgeweitet werden.«Der wichtigste Partner an der Seite der Akademie ist die BioRegio STERN Management GmbH. In Zusammenarbeit mit dem Geschäftsführer Dr. Klaus Eichenberg und der Projektmanagerin Dr. Kathrin Ballesteros Kateman hat Hans Marquart den Verein auf die Beine gestellt. Fünf Geschäftsführer von Fachunternehmen unterstützen ihn als Beirat, kümmern sich um hochkarätige Referenten für die Seminare und Vorträge und überwachen die Finanzierung und Abwicklung der Veranstaltungen.

Für das Jahr 2010 sind vier Seminarveranstaltungen geplant. Davon finden drei in der frisch restaurierten Villa Eugenia statt, dem neuen Zuhause der Akademie. Neben der Aus- und Fortbildung der Seminarteilnehmer will die Akademie das Zusammentreffen mit anderen Branchen fördern und perspektivisch eine zertifizierte Weiterbildung anbieten. »Die Seminare dienen auch dem informellen Gespräch unter Branchenkollegen und sind damit ein Forum für wertvolle Informationen und Kontakte«, so Hans Marquart.

Beim ersten Seminar am 5. Februar referieren Dr. Ulrike Brucklacher und Dr. Christian Lindemann über die Grundprinzipien der gesetzlichen Krankenversicherung, die Etablierung neuer Entgelte sowie über die Werbung für Medizinprodukte. Die weiteren Seminare in der Villa Eugenia widmen sich den Anforderungen an Materialien in der Medizintechnik und der »Lean Production«. Das Seminar »Funktionsweise und Struktur eines OP« wird im Experimental-OP der Firma wwH-c in Tübingen stattfinden und richtet sich an Mitarbeiter von Unternehmen im OP-Umfeld.

Auf Einladung der BioRegio STERN Management GmbH und in Kooperation mit der Medical Valley Hechingen Akademie präsentiert die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst &amp, Young am 28. April ihren Medizintechnologie-Report in den neuen Räumen der Akademie. Unterstützt wird diese Veranstaltung vom Verein zur Förderung der Biotechnologie Stuttgart/Tübingen/Neckar-Alb e.V. und dem Kompetenzzentrum Minimal Invasive Medizin &amp, Technik Tübingen – Tuttlingen e.V. Der Report gibt einen spannenden Einblick in die Trends der Branche. »Wir sind gespannt auf den Medtech-Report, wissen aber auch, dass die Medizintechnik-Branche bei uns im Aufwind ist«, sagt Hans Marquart selbstbewusst.