Region Stuttgart startet Förderprogramm für Zukunftstechnologien
Der Verband Region Stuttgart bringt gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH und der BioRegio STERN Management GmbH ein neues Förderprogramm Zukunftstechnologien auf den Weg. Insgesamt stellt der Verband Region Stuttgart fünf Millionen Euro für Investitionen zur Verfügung. Im Fokus stehen Digitalwirtschaft, Luft- und Raumfahrttechnologien, Defense, Green Tech, Gesundheits- und Biotechnologien sowie Medizintechnik.
Der Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung des Verbands Region Stuttgart hat in seiner Sitzung vom Mittwoch das Feinkonzept für das regionale Förderprogramm Zukunftstechnologien beschlossen. Damit kann das gemeinsame Förderprogramm mit der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) und der BioRegio STERN noch in diesem Jahr an den Start gehen. Insgesamt stellt der Verband Region Stuttgart ab 2027 Fördermittel in Höhe von 5 Millionen Euro zur Verfügung.
Ziel des Programms ist es, technologieorientierte Innovations-, Start-up- und Scale-up-Zentren in der Region Stuttgart auf- und auszubauen und damit neue Orte für Innovation, Wissens- und Technologietransfer zu schaffen, die auf die Bedürfnisse von Unternehmen in der Gründungs- und Wachstumsphase ausgerichtet sind. In diesen Zentren soll die Zusammenarbeit, die Vernetzung und der Wissenstransfer konzentriert und gefördert werden.
Investitionen in starke Innovationsstandorte
Konkret gefördert werden der Aufbau, Umbau und die Modernisierung von Innovations- und Gründungszentren sowie deren Ausstattung mit technischer Infrastruktur. Dazu zählen neben den Baukosten beispielsweise Labore, Testumgebungen, Maschinen, digitale Ausstattung, Robotik, Messstände, Prüftechnik und Gebäudetechnologien. So sollen räumliche und infrastrukturelle Voraussetzungen für die Entwicklung, Erprobung und Markteinführung zukunftsweisender Technologien oder Dienstleistungen in der Region Stuttgart geschaffen werden. Da die Bündelung und Vernetzung des regionalen Start-up-Ökosystems ein wesentlicher Eckpfeiler der regionalen Start-up-Strategie sind, sollen bevorzugt größere Zentren mit einem klaren Profil und besonderer Strahlkraft für die Region gefördert werden. Zusätzlich können mit einer Sachkostenförderung begleitende Angebote unterstützt werden, die junge Unternehmen stärken.
Förderfähig sind unter anderem Beratungs- und Unterstützungsleistungen, Workshops, Konferenzen, Aus- und Weiterbildungsangebote sowie Maßnahmen zur Sichtbarkeit der Zentren.
Zielgruppe Zukunftstechnologie
Im Fokus stehen die Digitalwirtschaft mit Feldern wie Quantentechnologie, intelligenten Systemen, Robotik, Photonik, Cybersecurity und Biointelligenz, außerdem Luft- und Raumfahrt, Defense, Green Tech sowie Gesundheits- und Biotechnologien und Medizintechnik. Auch weitere Technologien mit besonderem Zukunfts- und Transformationspotenzial können berücksichtigt werden, wenn sie einen klaren Bezug zur Region Stuttgart haben und die geförderte Infrastruktur in der Region angesiedelt ist.
Antragsberechtigt sind unter anderem Kommunen, Landkreise, kommunale Gesellschaften, Zweckverbände, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Vereine. Für den Förderaufruf stehen 5 Millionen Euro an Investitionsmitteln und zusätzlich 450.000 Euro an Sachmitteln bereit. Die Förderung kann grundsätzlich bis zu 50 Prozent der förderfähigen projektbezogenen Ausgaben betragen. Nähere Informationen können in Kürze unter www.region-stuttgart.org/zukunftstechnologien abgerufen werden - ab ca. Ende November sollen dort die Richtlinien zur Verfügung stehen.
Zweistufiges Verfahren und klare Auswahlkriterien
Das Antragsverfahren ist zweistufig. Interessierte Vorhabenträger klären ihre Projektidee zunächst mit der WRS oder – bei Biointelligenz, Gesundheits- und Biotechnologien sowie Medizintechnik – mit der BioRegio STERN Management GmbH. Nach einer positiven ersten Einschätzung wird eine Projektskizze eingereicht. Anschließend werden im zweiten Schritt ausgewählte Vorhaben zur Abgabe eines vollständigen Förderantrags aufgefordert.
Ein Fachbeirat bewertet die Anträge nach einheitlichen Kriterien. Dazu gehören unter anderem Innovationsgehalt, Markt- und Wettbewerbspositionierung, finanzielle Tragfähigkeit, Managementqualität, Kooperationen, regionale Wirkung und Umsetzungsreife. Die Antragstellenden präsentieren ihre Vorhaben anschließend einer Jury aus Mitgliedern des Ausschusses. Die endgültige Förderentscheidung trifft der Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung auf Grundlage der Juryempfehlung.
Der Förderaufruf soll noch 2026 starten. Für Januar 2027 ist eine Informations- und Netzwerkveranstaltung vorgesehen. Projektskizzen können bis Ende Februar 2027 eingereicht werden; die Frist für die vollständigen Förderanträge endet am 23. April 2027. Jurysitzung und Förderbeschluss sind für Juni oder Juli 2027 geplant.
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