05.05.2026 | BioRegio STERN Management GmbH | News

MEDI4Future startet in Breda: Auf dem Weg zu einer zirkulären Zukunft der Medizintechnik

Am 23. und 24. April 2026 wurde die historische Stadt Breda in den Niederlanden zum Ausgangspunkt einer neuen europäischen Zusammenarbeit mit ehrgeizigen Zielen. Im Leonardo Hotel Breda, organisiert von der Brabant Development Agency (BOM), brachte das MEDI4Future-Kick-off-Meeting ein vielfältiges Konsortium von Partnern zusammen, die eine gemeinsame Vision verbindet: die Förderung von Zirkularität und Nachhaltigkeit im MedTech-Sektor.

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Ein starkes Konsortium mit gemeinsamer Vision

Das Projekt startete mit einem beeindruckenden Netzwerk aus 11 Partnern aus sechs europäischen Ländern – ein Spiegel sowohl geografischer Vielfalt als auch eines breiten Spektrums an Expertise. Vertreter von Innovationsagenturen, Forschungseinrichtungen und Clusterorganisationen kamen zusammen, um die Grundlage für die kommenden Monate und Jahre zu legen.

Zu den beteiligten Organisationen gehören:

  • BOM (NL, Lead Partner)
  • ATLANPOLE (FR)
  • Atlantic Technological University (IE)
  • AxisBIC (IE)
  • Bioindustry Park Silvano Fumero (IT)
  • BioLAGO (DE)
  • BioRegio STERN Management GmbH (DE)
  • InnovationQuarter (NL)
  • Medicen Paris Region (FR)
  • Oost NL (NL)
  • University of Liège (BE)

Diese Zusammensetzung unterstreicht den interdisziplinären Ansatz von MEDI4Future: Innovation, Politik und Industrie werden zusammengeführt, um eine der drängendsten Herausforderungen der Gesundheitstechnologie anzugehen.

 

Vom Kennenlernen zur gemeinsamen Ausrichtung

Das Kick-off-Meeting war nicht nur als formaler Projektstart konzipiert, sondern auch als Gelegenheit, Vertrauen und gegenseitiges Verständnis aufzubauen. In den ersten Sitzungen stand das gegenseitige Kennenlernen im Fokus – jeder Partner stellte seine Motivation und Erwartungen vor. Dabei wurde schnell ein gemeinsames Ziel deutlich: kleine und mittlere Unternehmen (KMU) dabei zu unterstützen, den Übergang zu nachhaltigeren und zirkulären Geschäftsmodellen im MedTech-Bereich zu meistern.

Im weiteren Verlauf arbeiteten die Partner intensiv daran, Projektziele zu schärfen, Zeitpläne abzustimmen und Kooperationsstrukturen zu definieren. Besonderes Augenmerk lag auf der Klärung von Rollen und Verantwortlichkeiten für das Jahr 2026, um die jeweiligen Kompetenzen optimal zu nutzen.

 

Grundlagen schaffen: Von der Analyse zur Umsetzung

Ein zentraler Baustein von MEDI4Future ist das Verständnis des aktuellen Status quo. Das Konsortium einigte sich auf einen strukturierten Ansatz zur Erhebung des Ist-Zustands von Zirkularitätspraktiken in den beteiligten Regionen. Dazu zählen Literaturrecherchen, Interviews mit Stakeholdern sowie Analysen politischer und marktbezogener Rahmenbedingungen. Die Identifikation von Bedarfen und Lücken ist entscheidend, um zielgerichtete und wirksame Lösungen zu entwickeln.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Entwicklung der sogenannten M4F Toolbox – eines praxisnahen Instruments zur Unterstützung von KMU bei der Umsetzung zirkulärer Strategien. Diskutiert wurden unter anderem folgende Fragen:

  • Welche Inhalte sollte die Toolbox umfassen?
  • Wie können KMU effektiv eingebunden werden?
  • Welche konkreten Ergebnisse bieten den größten Mehrwert?

Der Austausch von Erfahrungen aus früheren Interreg-Projekten wie STEP4NAMs und Codex4SMEs lieferte wertvolle Einblicke in bewährte Ansätze und mögliche Herausforderungen.

 

Von der Idee zur Umsetzung: Pilotprojekte und Trainings

Neben der strategischen Planung markierte das Treffen auch den Beginn konkreter Umsetzungsschritte. Die Partner diskutierten Leitlinien und Auswahlkriterien für Pilotprojekte, die als reale Testfelder für zirkuläre Lösungen dienen sollen.

Ein weiterer zentraler Bestandteil des Projekts sind Trainingsprogramme. Das Konsortium einigte sich darauf, den Aufbau von Kompetenzen bei KMU zu priorisieren. Ziel ist es, sicherzustellen, dass Werkzeuge und Wissen nicht nur verfügbar, sondern auch praxisnah anwendbar sind. Interaktive Formate und ein klarer Fokus auf Nutzerfreundlichkeit gelten dabei als entscheidend für den Erfolg. Schulungen für Wirtschaftsförderungen und regionale Entwicklungsagenturen sind in einem späteren Projektstadium vorgesehen.

 

Ausblick: Gemeinsames Engagement für nachhaltige Wirkung

Im Kern verfolgt MEDI4Future das Ziel, Prinzipien der Kreislaufwirtschaft im MedTech-Sektor zu verankern – durch eine gemeinsame Strategie, praxisnahe Leitlinien, Pilotmaßnahmen und gezielten Kompetenzaufbau. Das Kick-off-Meeting in Breda hat gezeigt, dass das Konsortium nicht nur in seinen Zielen geeint ist, sondern auch hoch motiviert, diese in konkrete Maßnahmen zu überführen.

Mit der Abreise aus Breda war der Schwung deutlich spürbar: Aus einem zweitägigen Treffen ist der Startpunkt für eine langfristige Zusammenarbeit geworden – mit dem Anspruch, das Zusammenspiel von Innovation und Nachhaltigkeit im europäischen MedTech-Sektor nachhaltig zu verändern.

Die nächsten Schritte sind klar definiert: Analysen vertiefen, Werkzeuge entwickeln, Stakeholder einbinden und die Umsetzung konsequent vorantreiben. Mit einer starken Partnerschaft und einem gemeinsamen Ziel ist MEDI4Future bestens aufgestellt, um einen nachhaltigen Beitrag zu einem zukunftsfähigen Gesundheitssystem zu leisten.

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MEDI4Future Konsortium beim Kickoff-Meeting in Breda. 

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Weitere Informationen

Alle Infos zum Projekt MEDI4Future finden Sie hier. 

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Quelle:
https://medi4future.nweurope.eu/blog/medi4future-news-253/medi4future-kicks-off-in-breda-building-a-circular-future-for-medtech-1884