Meldefrist 29.04.2019 | Ausschreibung

Projekte für Nachwuchswissenschaftler im Rahmen des ERA-Netzes zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen (ERA-NET CVD)

Ziel der Bekanntmachung ist die Förderung transnationaler Verbundvorhaben von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern zu innovativen Fragestellungen im Bereich der Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in der Europäischen Union mit rund zwei Millionen Todesfällen die Todesursache Nummer eins. Es wird geschätzt, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen allein in Europa Kosten von rund 196 Milliarden Euro pro Jahr verursachen. Zugleich sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die Hauptursache von Langzeit- sowie chronischen Erkrankungen und für große Verluste auf dem Arbeitsmarkt verantwortlich. Daher gehören die Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu den bedeutendsten gesundheitlichen und sozioökonomischen Herausforderungen Europas.

Den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen der Forschung im Herz-Kreislauf-Bereich wird nur durch eine effektive Kooperation auf transnationaler Ebene zu begegnen sein. Um das Ziel einer effektiven Koordination auf ­nationaler und europäischer Ebene zu gewährleisten, sind verstärkte, disziplinübergreifende Interaktionen erforderlich. Vor diesem Hintergrund wurde das Europäische Netzwerk zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen („ERA-NET Cardiovascular Diseases“, kurz: ERA-CVD) mit aktuell 24 Partnern gegründet, das durch die Europäische Kommission gefördert wird. Ziel von ERA-CVD ist es, neue und vorhandene Forschungsaktivitäten und -programme der beteiligten europäischen Länder auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu koordinieren

Ziel der Bekanntmachung ist die Förderung transnationaler Verbundvorhaben von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern zu innovativen Fragestellungen im Bereich der Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Forschungsprojekte können sich beispielsweise auf hypertensive, ischämische, und pulmonale Herzerkrankungen, Erkrankungen der pulmonalen Zirkulation, von Arterien, Arteriolen und Kapillargefäßen sowie erblich bedingte Fehlbildungen der Herzkammern und des Septums beziehen.

Insbesondere sollen die multidisziplinäre Zusammenarbeit und der Wissensaustausch zwischen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern mit eindeutig translationalen Forschungsansätzen gefördert werden. Viele Fragestellungen zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen erfordern die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Fachdisziplinen. Daher ist eine Zusammenarbeit zwischen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen in den Forschungsprojekten erwünscht. Es soll die Zusammenarbeit neuer Forschungskonsortien von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern zu anspruchsvollen Forschungsansätzen gefördert werden.

Die Teilprojekte eines Verbundvorhabens sollen komplementär sein und innovative ehrgeizige Ideen zur Beantwortung von Schlüsselfragen verfolgen und/oder zu einem substantiellen Fortschritt im Verständnis von Herz-Kreislauferkrankungen beitragen. Von der Kooperation wird ein Synergieeffekt erwartet. Projekte, die die Notwendigkeit zur Kooperation nicht erkennen lassen, können nicht berücksichtigt werden.

 

Die Forschungsprojekte sollen die folgenden übergreifenden Aspekte abdecken:

  • interdisziplinäre Ansätze, d. h. die Integration von Biomedizin, Physik, Chemie, Mathematik, Systembiologie und klinischer Medizin mit dem Ziel der Entwicklung konkreter Anwendungen. Beobachtungsstudien anhand bestehender Kohorten sind möglich;
  • geschlechtsspezifische Ansätze zum Verständnis der Entwicklung der Erkrankung, ihres Verlaufs und der Unterschiede in der Therapieantwort (inklusive der Nutzung neuer und/oder bereits vorhandener klinischer Datensätze).

 

Ausgeschlossen von der Förderung sind:

  • interventionelle klinische Studien;
  • der Aufbau neuer Kohorten/Register und/oder Biomaterialbanken;
  • cerebrovaskuläre Erkrankungen;
  • Forschungsansätze, die primär das Risiko-Management im Sinne von Präventionsstrategien und allgemeine ­Gesundheitsförderung zur Vermeidung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen betreffen;
  • Durchmusterungsansätze bzw. -studien, wie z. B. Studien zur Identifizierung von neuen Biomarkern oder Früherkennungsscreening in der Bevölkerung oder von Risikopersonen.

Antragsberechtigt sind staatliche und staatlich anerkannte Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Zum Zeitpunkt der Auszahlung einer gewährten Zuwendung wird das Vorhandensein einer Betriebsstätte oder Niederlassung (Unternehmen) bzw. einer sonstigen Einrichtung, die der Tätigkeit des Zuwendungsempfängers dient (staatliche und nicht-staatliche Hochschulen und außeruniversitäre ­Forschungseinrichtungen) in Deutschland verlangt. KMU oder „KMU“ im Sinne dieser Förderrichtlinie sind Unternehmen, die die Voraussetzungen der KMU-Definition der EU erfüllen.

In der ersten Verfahrensstufe ist dem ERA-CVD-Sekretariat, das für diese Bekanntmachung im DLR Projektträger − Gesundheit − ist, bis spätestens 29. April 2019, 17.00 Uhr MESZ zunächst gemeinsame ausführliche Projektbeschreibungen des Verbunds in schriftlicher und/oder elektronischer Form vorzulegen.

Weitere Informationen

Einreichfrist 29.04.2019

Kontakt:

DLR Projektträger
− Gesundheit −
Heinrich-Konen-Straße 1
53227 Bonn
Telefon: 02 28/38 21-12 10

Ansprechperson(en) für deutsche Antragstellende sind:

Frau PD Dr. Hella Lichtenberg
Telefon: 02 28/38 21-11 57
E-Mail: hella.lichtenberg@dlr.de

Herr Dr. Wolfgang Ballensiefen
Telefon: 02 28/38 21-11 44
E-Mail: wolfgang.ballensiefen@dlr.de

Bekanntmachung des BMBF zur Förderung: ERA-NET CVD