05.09.2011 | News

Minister Schmid besucht Retina Implant AG

Der baden-württembergische Super-Minister für Wirtschaft und Finanzen, Dr. Nils Schmid, besuchte heute die Retina Implant AG, ein start-up-Unternehmen, das Netzhautimplantate für blinde Menschen entwickelt, um ihnen wieder ein gewisses Sehvermögen zurück zu geben.

Dr. Schmid (SPD) ist Mitglied des Landtags und seit Bildung der neuen grün-roten Landesregierung Minister und stellvertretender Ministerpräsident. Er wollte sich über Reutlingen als innovativen Wirtschaftsstandort informieren und besuchte deshalb auf Einladung der Stadt innovative Firmen und Institute im Technologiepark Tübingen-Reutlingen (TTR).
Der Vorstandsvorsitzende der Retina Implant AG, Dr. Walter-G. Wrobel, begrüsste gemeinsam mit dem Firmengründer und Aufsichtsratsvorsitzenden Prof. Eberhart Zrenner (Univ.-Augenklinik Tübingen) den Minister, die Reutlinger Oberbürgermeisterin Barbara Bosch, den Vorstandsvorsitzenden der L-Bank,Christian Brand, und ihre Begleiter, und erinnerte daran, dass der gleiche Weg vom Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut (NMI) zum TTR, den der Ministersoeben in wenigen Minuten zu Fuß zurückgelegt hatte, auch von der Firma im Jahre2006 begangen wurde: heraus aus dem Inkubator NMI, um im TTR eine eigene Firma aufzubauen. Prof. Zrenner erläuterte die Vorgeschichte der Firmengründung als gelungenes Beispiel eines Transfers von Ergebnissen der von Bund und Land gefördertenGrundlagenforschung in die konkrete Produktentwicklung. Aus einem Forschungsprojekt, an dem Mitte der Neunziger Jahre Institute wie die Universitätsaugenkliniken Tübingen und Regensburg, das Naturwissenschaftliche und Medizinische Institut Reutlingen, das IMS Stuttgart u.a.m. beteiligt waren, ist mittlerweile eine Firma mit 19 Mitarbeitern geworden, die auf ihrem Gebiet eine weltweite Führungsposition einnimmt. Dr. Wrobel gab einen Überblick über die neuesten Ergebnisse der laufendenklinischen Studie, in deren Rahmen einzelne blinde Studienpatienten jetzt in der Lage sind, Wörter zu lesen, sich in der Stadt und der Natur zurecht zu finden und Gesichter zu erkennen.
Als nächster Schritt ist eine Internationalisierung der Studien vorgesehen, wofür bereits Verträge mit bedeutenden europäischen, asiatischen und amerikanischenAugenkliniken abgeschlossen wurden. Diese Expansion hat aktuell zur Schaffungneuer Arbeitsplätze geführt.

Minister Schmid zeigte sich sehr beeindruckt von den Erfolgen der Retina Implant AG und betonte, dass es bei der biomedizinischen Forschung nicht nur um Geld und Arbeitsplätze geht, sondern vor allem um Hilfe für Menschen.

(v.l.n.r) AR-Vorsitzender Prof. Eberhart Zrenner, Minister Nils Schmid, die Vorstände Reinhard Rubow und Walter-G. Wrobel, OB Barbara Bosch. (Foto:Retina Implant AG)