REGiNA - Regenerative Medizin

- Wofür steht REGiNA und was sind die Ziele?
- Welche vier Therapiebereiche umfasst REGiNA?
- Wer sind die 30 Partner bei REGiNA?
- Aktuelle Veranstaltungen und Termine zu REGiNA
- Pressemeldungen über REGiNA
Wofür steht REGiNA und was sind die Ziele?
Die Regenerative Medizin ist eines der wichtigsten medizinischen Zukunftsfelder. In der Gesundheitsregion "REGiNA" entsteht zwischen Neckar-Alb und Stuttgart ein Anwenderzentrum für Regenerative Medizin. Hier sollen innovative Medizinprodukte und Behandlungsmethoden pilotartig in die Gesundheitsversorgung eingeführt werden.
Neben neuen Forschungsansätzen und deren klinischer Anwendung wird mit Hilfe eines Ärzte- und Patienten-Informationssystems eine zielgruppenspezifische fachliche Beratung geboten. Es werden unter anderem eine Telefonhotline und ein Internetportal eingerichtet (www.info-rm.de).
Eines der Hauptziele von REGiNA ist, neue regenerationsmedizinische Behandlungsmethoden zu erforschen und diese - zusammen mit bereits existierenden Produkten und Prozessen der Regenerativen Medizin - in die klinische Routine zu integrieren.
Der Schwerpunkt wird zunächst auf vier besonders zukunftsträchtigen Indikationsgebieten liegen, die sukzessive in die Patientenversorgung gebracht werden:
- Muskuloskelettalsystem,
- Haut- und Wundsystem,
- Herz-, Kreislauf- und Atemwegssystem sowie
- Urogenitalsystem.
Begleitende gesundheitsökonomische Analysen werden gemeinsam mit ausgewählten Krankenkassen durchgeführt. Zusätzlich sind Zulassungscoaching und Ärzteakkreditierung vorgesehen.
Welche vier Therapiebereiche umfasst REGiNA?
Der Mehrwert für die Patienten erstreckt sich zunächst auf die vier folgenden Indikationen:
- Muskuloskelettalsystem
In diesem Gebiet gibt es bereits Leistungen, die von den Krankenkassen erstattet werden und wegweisende neue Forschungsansätze. In mehreren Teilprojekten mit industriellen Partnern aus der Region werden weitere neue Anwendungsansätze verfolgt. Sie alle nutzen als gemeinsame Technologie den Einsatz mesenchymaler Stammzellen (MSC). Am Tübinger Universitätsklinikum (UKT) wurden erstmalig in Deutschland MSC zur Behandlung von therapieresistenten Knochennekrosen bei Kindern erfolgreich eingesetzt. Es besteht hier also bereits klinische Erfahrung für bestimmte Anwendungen. Diese Erfahrung im klinischen Umgang mit MSC, gepaart mit der großen Erfahrung im Bereich der Knorpelregeneration durch Chondrozyten, soll nun für die Verbesserung bestehender Therapien (Gelenkknorpel) und Entwicklung neuer Therapien (Bandscheiben, Pseudarthrosen und Knochenregeneration) genutzt werden.

- Haut- und Wundsystem
Zusätzlich zu einer Vielzahl existierender Produkte sind in der chronischen Wundversorgung durch neue Produkte erheblich gestiegene Heilungschancen zu erwarten, u.a. bei Verbrennungen der Haut. Das Spektrum reicht von resorbierbaren Wundklebern über körpereigenen Weichteilersatz bis hin zu Hautersatzprodukten. Sehr innovative Ansätze in der Wundheilung mittels Wasserstrahltechnologien zur Gewebeerhaltung und Regeneration werden ebenfalls verfolgt.
- Herz-, Kreislauf- und Atemwegssystem
Hier sind die Weiterentwicklung von Schnellverschlüssen zur Gefäßregeneration und die Entwicklung von Applikationsverfahren für Zelltherapeutika in der Gefäßmedizin vorgesehen. Dadurch können adulte Stamm- und Vorläuferzellen je nach Indikation so appliziert werden, dass die Überlebensrate der eingebrachten Zellen zur Therapie kardiovaskulärer Erkrankungen genutzt werden kann. Die im Bereich der Stenttechnologie entstandenen Produkte sollen auch in der Regeneration von Atemwegsdefekten zum Einsatz kommen und dort eine komplikationsärmere Behandlung ermöglichen.
- Urogenitalsystem
Durch Unfälle, entzündlich bzw. durch Tumore bedingte Erkrankungen und operative Eingriffe können Teile des Urogenitaltraktes und das umgebende Nervengewebe zerstört werden. Viele Patienten sind somit auf Dauerkatheterableitungen angewiesen oder leiden unter Störungen ihrer Sexualfunktion. Die klinische Anwendung von kultivierten Urothelzellen und mesenchymalen Stammzellen aus dem Knochenmark ist bereits in Vorbereitung. Durch derartige Therapie- und Produktinnovationen könnte zukünftig eine Regeneration der harnableitenden Organe wie auch der Innervation erzielt werden, was eine Wiederherstellung der jeweiligen Körperfunktionen möglich macht.
Der langfristige Mehrwert für die Patienten ergibt sich daraus, dass unter Einbeziehung aller medizinischen, biotechnologischen und ingenieurswissenschaftlichen Kompetenzen das enorme Versorgungspotenzial der Regenerativen Medizin etabliert werden soll.
Wer sind die 30 Partner bei REGiNA?
Die Gesundheitsregion REGiNA bekam den Zuschlag des Bundesforschungsministeriums als förderwürdiges Projekt nicht zuletzt, weil hier eine besondere Vielzahl und Vielfalt von Partnern bereit war, an einem Strang zu ziehen:
Kliniken:
- Universitätsklinikum Tübingen
- Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik, Tübingen
- Fachkliniken Hohenurach, Bad Urach
- Kreiskliniken, Reutlingen
- Rehabilitationsklinik Bad Sebastiansweiler, Mössingen
- Zollernalb Klinikum, Balingen

Krankenkassen:
- AOK Die Gesundheitskasse, Stuttgart
- DAK Unternehmen Leben, Stuttgart
Forschungseinrichtungen:
- ZRM - Zentrum für Regenerationsbiologie und für Regenerative Medizin, Tübingen
- Fraunhofer-Institut für Grenzflächen und Bioverfahrenstechnik, Stuttgart
- Institut für Textil- und Verfahrenstechnik, Denkendorf
- Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut, Reutlingen
- Helmholtz Zentrum, Institut für Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement, München
- Robert-Bosch Gesellschaft für medizinische Forschung mbH/ Kliniken Schillerhöhe
- Universität Tübingen, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin
Unternehmen:
- AgenoLab GmbH & Co. KG, Stuttgart
- Amedrix GmbH, Esslingen
- Aesculap AG, Tuttlingen
- TETEC AG, Reutlingen
- CureVac GmbH, Tübingen
- EMC microcollections GmbH, Tübingen
- ERBE Elektromedizin GmbH, Tübingen
- GELITA AG, Eberbach und Göppingen
- Hölle & Hüttner AG, Tübingen
- ITV Produktservice GmbH, Denkendorf
- JOTEC GmbH, Hechingen
Weitere Unterstützer:
- Medizinische Fakultät der Eberhard-Karls-Universität, Tübingen
- LAV-ASICS, Tübingen
- Regionalverband Neckar-Alb, Mössingen
- Stadt Hechingen mit Medical Valley, Hechingen
- Stadt Reutlingen
- Universitätsstadt Tübingen
- Verein zur Förderung der Biotechnologie Stuttgart/Tübingen/Neckar-Alb e.V.
Aktuelle Veranstaltungen und Termine zu REGiNA
Hier finden Sie aktuelle Hinweise zu Veranstaltungen und Termine im Projekt REGiNA:
Hier finden Sie aktuelle Pressemeldungen über REGiNA:
- BioRegio STERN einer von zwei Gewinnern im BMBF-Wettbewerb „Gesundheitsregionen der Zukunft“ - 27.05.2009
Hier finden Sie das Logo von REGiNA zum Download.
Copyright der Abbildungen von Stammzellen: ZRM und Anatomisches Institut der Universität, Tübingen. Mit freundlicher Genehmigung.

