Retina Implant AG

Retina Implant AG

Entwicklung und Vermarktung eines subretinalen Retinaimplantats

Die Retina Implant AG ist ein 2003 gegründetes Start-Up Unternehmen der Medizintechnik, das auf die Ergebnisse eines Forschungsprojektes aufbaut, an dem seit 1996 zahlreiche deutsche Universitätskliniken und Forschungsinstitute beteiligt waren, darunter die Universitäts-Augenklinik in Tübingen, das NMI Naturwissenschaftliche und Medizinische Institut in Reutlingen, das Institut für Mikroelektronik in Stuttgart, die Universitäts-Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde Regensburg und das Institut für Physikalische Elektronik der Universität Stuttgart. Die Retina Implant wurde im Juli 2007 in eine Aktiengesellschaft (AG) umgewandelt. In erster Linie konzentrieren sich die Wissenschaftler von Retina Implant auf Patienten mit Retinitis Pigmentosa, einer erblichen Krankheit, die innerhalb weniger Jahre zu völliger Erblindung führt. Retina Implant entwickelt Netzhautimplantate, die nach Erblindung wieder Sehvermögen herstellen sollen. Herzstück der Entwicklung ist ein aktiver, subretinaler Silizium-Chip mit winzigen Fotosensoren, die eine elektronische Schaltung steuern, so dass – je nach Helligkeit – die Nervenzellen der Netzhaut (Retina) mehr oder weniger stark elektrisch stimuliert werden. Diese senden Impulse über den Sehnerv an das Gehirn. Das Gehirn kann aus diesen Signalen ein Bild generieren. In der Zwischenzeit wurden 11 vollständig erblindeten Patienten elektronische Sehchips implantiert. Einige Patienten sind inzwischen in der Lage, Muster und Buchstaben zu erkennen. Im Zuge einer Kapitalerhöhung hat sich die Mediplan GmbH in einem ersten Schritt mit 7,5 Millionen Euro bzw. rund 25 Prozent an der Retina Implant AG beteiligt. Gleichzeitig hat Mediplan verbindlich zugesagt, nach Erteilung der CE-Zulassung (Voraussetzung für die Erlaubnis zum Vertrieb von Medizinprodukten in Europa) weitere 7,5 Millionen Euro in die Retina Implant AG zu investieren. Die neu eingeworbenen Mittel ermöglichen Retina Implant die Finanzierung klinischer Studien und decken die Kosten für die Zulassung am Markt bis zum Erreichen der Gewinnschwelle ab.

In einem Jahr will die Retina Implant AG, die weltweit führend ist in der Entwicklung eines Netzhautimplantats, einen voll funktionsfähigen Chip auf den Markt bringen. Als wichtiger Schritt vor der Markteinführung ist die Retina Implant AG als Medizintechnikhersteller ISO-zertifiziert – das heißt, dass sich das Unternehmen gemäß den ISO-Richtlinien strengen Qualitätskontrollen unterwirft, um die Zulassung für ihr Medizinprodukt zu erhalten.

Typ

Medtech

Aktivität

Medizin, Medizinische Forschung, Medizinische Versorgung, Regenerative Medizin

Management

Walter-G. Wrobel (Vorstandsvorsitzender, CEO)
Reinhard Rubow (CFO)

Gründungsjahr

2003

Mitarbeiter

14

Aufsichtsrat

Prof. Eberhart Zrenner (Vorsitzender)
Prof. Hugo Hämmerle
Dipl.-Kaufm. Hermann-Josef Hoffmann

Finanzierung

Privatinvestoren

BioProfile

Langzeitverträglichkeit der funktionellen elektrischen Netzhautstimulation zur Wiederherstellung von Sehvermögen. Qualitative und quantitative Analyse der Netzhautveränderungen nach elektrischer Stimulation in einer organotypischen Retinakultur.

Retina Implant AG

Technologiepark Tübingen-Reutlingen

Gerhard-Kindler-Straße 8
72770 Reutlingen

T +49 7121 36403-0
F +49 7121 36403-115

http://www.retina-implant.de


Ansprechpartner

Walter-G. Wrobel