Die Region
Die Region
Spätzle sind die bekannteste Spezialität unserer Region. Aber wussten Sie schon, dass in Tübingen auch das Spätzle-Protein entdeckt wurde? Die Nobelpreisträgerin und Direktorin des Tübinger Max-Planck-Institutes für Entwicklungsbiologie, Prof. Dr. Christiane Nüsslein-Volhard, benannte das für die embryonale Entwicklung wichtige Biomolekül nach den schwäbischen Teigwaren Findigkeit gepaart mit Originalität, Tradition neben Moderne – das gehört sei jeher zu den prägenden Eigenschaften in der BioRegion STERN. Das Tüfteln und Erfinden hat hier eine lange Tradition: Gottlieb Daimler erfand in Stuttgart das Automobil, Robert Bosch die Zündkerze. Aus dem sprichwörtlichen Erfindungsreichtum ist ein gesunder Mittelstand gewachsen, der heute gemeinsam mit einigen Großunternehmen wie Daimler, Bosch, Festo und IBM Deutschland den Wirtschaftsraum unseres Einzugsgebietes prägt. Diese rege Unternehmenslandschaft bietet ein fruchtbares Umfeld für Innovationen und unternehmerische Aktivitäten – und den geeigneten Hintergrund für die Aktivitäten der BioRegio STERN Management GmbH. Im Raum zwischen Stuttgart, Tübingen, Esslingen, Reutlingen und Neckar-Alb fördern wir seit 2001 die Entwicklung eines Life-Science-Clusters. Als die Idee zur Gründung der BioRegio STERN Management GmbH Gestalt annahm, stand für viele hier ansässige Biotech-Firmen noch im Vordergrund, technologisch den internationalen Anschluss nicht zu verpassen. Heute stellt die lokale Life-Science-Branche längst einen neuen und leistungsfähigen Wirtschaftszweig dar. Über 200 Unternehmen aus Biotechnologie und Medizintechnik entwickeln hier hoch innovative Produkte und leisten dadurch einen erheblichen Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg der Region. Erfolgreiche Innovationen basieren meist auf intensiver Grundlagenforschung – vor allem in komplexen Technologiefeldern wie den Life-Sciences. Die BioRegion STERN verfügt über eine exzellente wissenschaftliche Infrastruktur. Dazu tragen unter anderem folgende Einrichtungen bei:
- Drei Universitäten (Hohenheim, Stuttgart, Tübingen) und fünf Fachhochschulen (Albstadt-Sigmaringen, Esslingen, Nürtingen, Reutlingen, Rottenburg) mit ausgeprägten Life-Science-Schwerpunkten.
- Das forschungsstarke Universitätsklinikum Tübingen und drei einschlägige An-Institute (NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut Tübingen, ITV Institut für Textil- und Verfahrenstechnik Denkendorf, Hohensteiner Institute Bönnigheim), die erheblich zum Transfer der Grundlagenforschung in die industrielle Anwendung beitragen.
- Die Max-Planck-Gesellschaft unterhält hier fünf Institute und Einrichtungen, die allesamt Forschung in den Life-Sciences betreiben.
- Von insgesamt fünf ansässigen Fraunhofer-Instituten sind zwei auf den Biotech-Bereich ausgerichtet.
Diese geballte Forschungskraft ist innerhalb der Region in mehreren räumlichen Zentren mit starkem thematischem Fokus konzentriert:
- In Tübingen und Reutlingen konzentriert sich die Forschung im Bereich Regenerationsbiologie und Regenerative Medizin.
- In Stuttgart-Hohenheim sind die Agrar- und Ernährungswissenschaften stark, die eng mit der Biotechnologie verwoben sind.
- Die Bereiche Verfahrenstechnik/Biotechnologische Produktion und Ingenieurwissenschaften sind sowohl in Stuttgart als auch in Esslingen vertreten.
- In Stuttgart gibt es zudem einen starken Forschungsschwerpunkt zur Systembiologie.
Dies ist der wissenschaftliche Kern, der die Ausgestaltung der hiesigen Life-Science-Branche entscheidend mitgeprägt hat und aus dem sich sowohl viele Innovationen bestehender Unternehmen als auch Neugründungen von Life-Science-Unternehmen speisen. Doch damit aus Forschungsergebnissen auch Produkte werden, ist noch mehr von Nöten. Der Transfer aus der Wissenschaft in die Wirtschaft ist essentiell für einen funktionsfähigen Cluster. Die Bioregion STERN profitiert in dieser Hinsicht von kurzen Wegen: Hochschulen, Institute und Unternehmen sind häufig kaum einen Steinwurf voneinander entfernt und arbeiten eng zusammen. Mehrere Institute in der Region haben sich zudem explizit dem Wissenstransfer und der industrienahen Forschung verschrieben. Der Verein zur Förderung der Biotechnologie Stuttgart/Tübingen/Neckar-Alb e.V. vernetzt die Akteure untereinander und setzt sich für die Belange der Branche in der Region ein. Und zwei Gründerzentren (Life Science Center Esslingen, Technologiepark Tübingen-Reutlingen) halten Räumlichkeiten, Infrastruktur und Finanzierungs- und Beratungsangebote für Life-Science-Unternehmen in der Startphase und den ersten Jahren nach der Gründung vor.
Durch die gemeinsame Anstrengung aller Beteiligten hat eine vitale Life-Science-Branche in der Region Fuß gefasst. Die Aufgabe der BioRegio STERN Management GmbH ist es für die Zukunft, Maßstäbe zu setzen und die Weiterentwicklung des Clusters durch neue Förderansätze zu begleiten. Dies tun wir vor allem, indem wir uns auf die traditionellen Stärken der Region besinnen und die Biotechnologie mit den vorhandenen Clustern anderer Wirtschaftszweige vernetzen. So soll die Biotechnologie Teil einer regionalen Verbundwirtschaft werden, in der die komplette Wertschöpfungskette abgebildet ist – vom Zulieferer bis zum Endkunden. Und die Innovativität der Life-Science-Branche strahlt ab – in andere Branchen und Wirtschaftszweige der Region, aber auch über die Grenzen der BioRegion STERN und Deutschlands hinaus.
Unternehmensdatenbank
Unsere Unternehmensdatenbank gibt einen Überblick über die Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Institutionen der BioRegion STERN.
Weiterführende Links
Forschung und Bildung
- Fraunhofer Institut für Grenzflächen und Bioverfahrenstechnik IGB
- Institut für Textil- und Verfahrenstechnik Denkendorf
- Max-Planck-Institute Tübingen
- NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen NMI
